Wandergebiet Forbach: Schwarzenbachtalsperre

Rundweg Parkplatz Schwarzenbachtalsperre – Staumauer – Stauseeufer – Seebachmündung- Messwehr – Jägerbrunnen – Parkplatz

 

Mit dem Bau der Schwarzenbach-Talsperre wurde 1922 begonnen. Zeitweise waren dort bis zu 2 600 Arbeitskräfte beschäftigt. 18.000 Festmeter Holz mussten geschlagen werden, Häuser wurden abgerissen und die Bewohner umgesiedelt nach Herrenwies. Während der vier Jahre dauernden Bauzeit entstand dort ein kleines Dorf mit Wohn- und Krankenbaracken, eine Schuhmacherei, Friseurgeschäfte, kleine Lebensmittelläden, ein Fleischerladen und einigen Kantinen. Für den Brandschutz war eine ständige Feuerwache am Ort. Nach vier Jahren Bauzeit war das imposante Werk fertig und es hat bei den Menschen bis zum heutigen Tag seine Anziehungskraft nicht verloren.

 

Wir parken das Auto unterhalb vom Kiosk und haben so nach nur wenigen Metern die Staumauer der Talsperre erreicht. Wir jeder Besucher bleiben auch wir auf der Staumauer stehen und schauen auf der einen Seite über 60 Meter in die Tiefe. Eine Gussbetonmauer mit Granit-Felsblockeinlagen hält hier das Wasser zurück.

 

Über die Staumauer laufen wir zur anderen Seeseite. Nach Verlassen der Staumauer biegen wir links ab in den Rundweg. Maßgeblicher Hinweis für unseren Weg ist das Hinweisschild mit der Abbildung des blauen Sees und einem schwarzen Pfeil.

 

Gleich zu Anfang des Weges kommen wir an fünf Hinweisschildern vorbei, die durch die EnBW aufgestellt wurden. Sie erzählen die Geschichte des Stausees, beginnend mit der Bauphase von 1922 bis 1926 bis zur dritten Entleerung des Sees im Jahre 1997. Es ist der Forbacher Granit, dem wir den Stausee zu verdanken haben und natürlich unzählige größere und kleinere Bäche, die ihr Wasser dem See zuführen.

 

Der Weg ist sehr bequem zu laufen und führt immer im Abstand von ein paar Metern am Ufer entlang. Wenn der Wasserstand nicht die normale Höhe hat, was bei dieser Wanderung der Fall war, sieht man die Baumstümpfe der abgeholzten Bäume, die ähnlich einer Krake ihre Stümpfe aus dem Boden strecken. Ab und zu sollte man sich umdrehen und den Blick zurück über den See genießen. Je nachdem wie die Sonne auf den See scheint, leuchtet das Wasser silbern und als Hintergrund die hohen dunklen Berge des Schwarzwaldes. Das hat schon was!

 

Immer wieder plätschert es rechts im Wald und ein Bächlein vom Gebirge kommend sucht seinen Weg in den See. Wer sich in unserer heimischen Pflanzenwelt etwas auskennt, erkennt am Wegesrand den Hahnenfuß, die kleinen blauen Blüten des Sumpf-Vergissmeinnicht, die knollige Kratzdistel, den Weißklee oder den einjährigen Feinstrahl.

 

Ziemlich am Ende des Sees tost der Seebach aus dem Wald herunter in den Stausee und ein paar Meter weiter das gleiche laute Geräusch verursacht durch den Schwarzenbach. Der Schwarzenbach teilt sich hier in drei Arme, das Wasser springt munter und mit Getöse über die Steine hinweg und erreicht den Stausee. Wir überqueren links abbiegend über eine Brücke den Schwarzenbach und kommen am Messwehr der EnBW, dem Pegel Schwarzenbach, in 680 Metern Höhe liegend vorbei. Nun geht es über einen Trampelpfad hoch zur Straße, die wir überqueren. Wir laufen ca. 50 Meter links die Straße aufwärts und nehmen dann die erste Möglichkeit, um links in den Wald abzubiegen.

 

Nach einem etwas steilen beschwerlichen Aufstieg links hoch in den Wald erreichen wir den gut begehbaren Rückweg. Am Waldesrand wächst die blaue Glockenblume, der rosa Fingerhut und der Waldboden ist übersät mit Heidelbeersträuchern.

Wenn das Schwarzenbach-Hotel sichtbar wird, geht es nochmals ziemlich steil über Steine und Wurzeln nach unten und wir sind am Ausgangspunkt unseres Rundweges.  

 

Wanderung:

Rundweg an der Schwarzenbach-Talsperre, insgesamt 6,5 km, Dauer ca. eineinhalb Stunden, wobei die Höhendifferenz 65 Meter beträgt. Teilweise gute Wegstrecke, dann wieder über Trampelpfade durch den Wald, daher festes Schuhwerk erforderlich. Als Sonntags-Spaziergang mit Kinderwagen empfehlenswert bis zum Ende des Sees und auf dem gleichen Weg zurück. Man sollte sich aber im Klaren sein, dass der Stausee ein beliebtes Ausflugsziel ist. Wer keinen großen Rummel mag, beginnt die Wanderung am Vormittag und kann in Ruhe genießen.


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