Schwanenidylle am Rhein.

Das Leben am Rhein

 

Mit dem Begriff Heimat halte ich es so wie der Schriftsteller Horst Bienek treffend formuliert hat: „Sie ist in meinem Kopf und sie ist in meiner Seele.“  Heimat ist für mich wichtig und dazu gehört auch Vergangenheit und Geschichte. Gerade hier am Rhein leben wir auf Grund und Boden auf dem sich viele Tragödien und Kriege abgespielt haben. Hier wurde Geschichte geschrieben.

 

Auf die Frage: „Warum ist es am Rhein so schön?“ finde ich viele Antworten. Es sind Erinnerungen die bis in meine Kinderzeit zurückreichen. Was war das für eine Freude wenn anstatt des obligatorischen Sonntagsspazierganges ein Ausflug an den Rhein geplant wurde. Ziel war meistens Plittersdorf.  Unter den großen Pappeln im Gras wurde eine Decke ausgebreitet und hier verbrachten wir den Sonntagnachmittag. Wir waren nicht alleine. Zahlreiche Familien nutzten den Sonntag für einen Ausflug an den Rhein und für ein kühles Bad. Später wurden die Ausflüge an den Rhein seltener. Das Wasser war einfach zu schmutzig gewor-

den. Kein Mensch wollte mehr an den Rhein. Wir gingen ins Freibad. Das war sauberer und sicherer.

 

Heute habe ich eine andere Beziehung zum Rhein. Oft nehme ich nicht den direkten Weg von Rastatt nach Hügelsheim. Ich fahre gerne die Rhein-Seitenstraße unterhalb des Rheindammes entlang. Halte an und lege eine kurze Pause ein. Lasse gedanklich den Tag vorüberziehen. Manch Ärger und Frust schwamm schon mit den Rheinwellen davon. Ich finde hier meine innere Ruhe wieder. Besonders angetan hat es mir der frühe Morgen am Rhein. Enten und Schwäne sind auf Futtersuche. Es ist sehr ruhig, kein Mensch ist zu dieser frühen Zeit auf dem Damm unterwegs. Ich atme diese frische und saubere Luft des Morgens ein und freue mich, wenn die Sonne ihre ersten warmen Strahlen schickt. Ich behaupte das ist die schönste Tageszeit dort draußen.

 

Auf meinen Streifzügen durch die Rheinauen entdecke ich immer wieder Neues. Mich fasziniert diese urwaldartige Landschaft. Hier gibt es nur Geräusche, die die Natur verursacht. Die Hartholzaue hat nicht nur im Sommer ihre Reize. Im Winter wenn Sträucher und Büsche mit Raureif und Eiskristallen überzogen sind glitzert es je nach Sonneneinfall in wunderschönen Farben.  Etwas ganz besonderes sind im Frühjahr und Sommer auch die blumenbunten Wiesen hinter den Hochwasserdämmen.

 

Der Rhein und die Landschaft um ihn herum sind Schauplatz unserer Ge-

schichte. Ich nehme sie mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit von Strom-kilometer 321 bis Stromkilometer 353 und wünsche dem Besucher dieser Seiten viel Freude mit „Dem Leben am Rhein.“

Aktuelles

Neuerscheinug

"Tribunal Général"

Das Buch zu den Rastatter Prozessen von 1946 bis 1950

Autorin:  Eva-Maria Eberle

Verlag:  Klöpfer, Ottersweier


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